
Nicht erst einmal haben Hollywood-Star Mark Wahlberg (‚Contraband‘, ‚The Fighter‘) und sein loses Mundwerk für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Zuletzt hat der Schauspieler kurz vor den Oscars den Vogel nochmal richtig abgeschossen: Zwei Tage vor der Award-Show posaunte er im Interview mit ‚The Huffington Post‘ herum, dass er nicht nur glaubt zu wissen, sondern dank einer Portion Vitamin B ganz genau weiß, wer die 84. Academy Awards gewinnen würde. Und das plauderte er dann auch noch ganz fröhlich aus. Blöd nur, dass die Medienwelt das ganz und gar nicht witzig fand und jeder sich fragte 'what the hell is wrong with that guy?'. Blöd auch, dass er nicht komplett richtig lag.
Wir haben Wahlberg gestern im exklusiven Interview zu ‚Contraband‘ in Berlin getroffen und konnten es uns natürlich nicht nehmen lassen, bei dem leider etwas einsilbigen Mimen nachzuhaken, ob er mit den Dimensionen seines Fauxpas gerechnet habe und was da los war. „Nein, das war alles bloß ein blöder Scherz“, raunte ein etwas genervter Wahlberg ins Mikro. „Ich wollte einen Witz machen und dachte, die Interviewerin steigt drauf ein. Aber sie hat es wohl nicht verstanden.“
'Marky' Mark hatte also einfach einen Clown gefrühstückt?! Bei der Dame von 'The Huffington Post' ist der 'Funky Brunch' wohl ausgefallen. Aber jetzt mal ehrlich: die Gewinner der Königsdisziplinen wurden ohne jegliche Überraschung gekürt. Dass ‚The Artist‘ den Goldjungen u.a. für den besten Film absahnen würde, Christopher Plummer (‚Beginners‘) den für den besten Nebendarsteller und Octavia Spencer (‚The Help‘) den Oscar für die beste Nebendarstellerin mit nach Hause nehmen durfte, war fast so sicher wie das Amen in der Kirche. Das sah man auch ohne Kumpel in der Academy kommen.
Dennoch wird Mark Wahlberg demnächst sicher besser auf sein Gerede aufpassen. Erst im Januar 2012 behauptete der 40-Jährige im Interview mit dem ‚Men’s Journal‘, er hätte einen 9/11-Absturz verhindern und eines der Flugzeuge sicher landen können, wäre er an Bord gewesen, so wie eigentlich geplant. Ja, tatsächlich hatte das ehemalige 'Calvin Klein'-Model einen Platz für den entführten Flug UA 93, dessen Flugzeug in Pennsylvania abstürzte. „Wenn ich mit meinen Kindern in diesem Flugzeug gesessen hätte“, so der Schauspieler, „wäre es nicht abgestürzt. Es hätte eine Menge Blut in der Kabine der ersten Klasse gegeben.“ Trotz Wahlbergs wohl sehr ausgeprägtem Beschützerinstinkt fanden die Amis das Statement aber ziemlich uncool und zerrissen sich das Maul über den einstigen Bad-Boy.
Für sein Statement und seinen vermeintlichen Hochmut hat Wahlberg sich mittlerweile öffentlich entschuldigt und weiß hoffentlich ins Zukunft vor allem eins: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!
Das komplette Interview mit Schauspieler Mark Wahlberg findet ihr ab Mitte März hier auf vip.de 
Liebste Grüße aus Berlin,
Miha